instrumentenhölzer
ich verwende für alle teile des instruments speziell ausgesuchte materialien, am liebsten einheimische hölzer.
für die decken wähle ich persönlich beim hersteller herrliche feinjährige mondgeschlagene fichte aus den bergwäldern graubündens in hervorragender qualität (AAA oder master) aus. haselfichte (bild unten rechts) ist meistens erhältlich, sie verleiht der decke optisch mehr charakter und individualität; klanglich hat die haselung kaum einen einfluss.
auf speziellen wunsch verarbeite ich aber auch sitkafichte oder rotzeder (thuja plicata). auf weitere ideen lasse ich mich von meinen kunden gerne bringen.
als korpusholz liebe ich einheimischen (thurgauer) nussbaum, der mit seinem warmen, etwas dämpfenden grundton ein gutes gegengewicht zur brillanten fichte liefert, und eine augenweide ist mit einer zeichnung, die bestem rio-palisander (der leider infolge raubbaus nahezu ausgestorben und nicht mehr legal erhältlich ist) in nichts nachsteht!
die aufwändige schellack-handpolitur bringt die schönheit der hölzer besser als jede lackierung zur geltung und den klang zur ungehinderten entfaltung.
einheimisches holz sorgt für eine ungewohnte optik: griffbrett, steg und randeinlagen aus zwetschge, schallochrosette mit einheimischem riegelahorn und zwetschge, decke aus 140 jahre gelagerter fichte (rezyklierte orgelpfeife).
exotische hölzer verwende ich wenn immer möglich FSC-zertifiziert. hälse baue ich aus ahorn, khaya, cedro oder FSC-mahagoni. griffbretter und stege sind traditionell vorwiegend aus ebenholz oder palisander; alternativ verwende ich auch mexikanisches FSC-katalox oder morado.